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Kitesurf-Forum


[Kitesurfen] Slingshot Rally 2013 – mein Eindruck
  • 9. Oct 2012 - 20:57 Uhr  
    Da der F.one Bandit 6 noch nicht lieferbar war konnte ich dieses Jahr den Slingshot Rally 2013 mit nach Dänemark nehmen.
    Als kurzes Fazit will ich Deen zitieren, der den neuen Rally auch in DK geflogen ist. Als er vom Wasser kam, sagte er grinsend „[i]Schon ein geiler Kite[/i]!“
    Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.

    Meine Eindrücke beziehen sich auf die Größen 9 und 12, die sich beide recht ähnlich fliegen, obwohl sie mit der gleichen Bargröße geflogen werden.
    Primär hatte ich den 12er am Haken.

    [u]Der Eindruck nach dem Auspacken[/u]
    Jetzt aber zu meinem Eindruck. Auf den ersten Blick, Slingshot-typisch, wirkt die Kiste robust. Keine Ahnung wieso, aber der Kite sieht für mich einfach stabiler aus als andere. Vielleicht liegt das auch an der Bar, die relativ schlicht, aber einfach nur massiv daher kommt. Riesige Floater, dicker Holm, kompaktes, stabiles Quickrelease. Kein großartiger Schnickschnack, da hat man einfach den Eindruck, dass das Zeug ewig hält. Find ich gut!
    Vielleicht macht es aber auch das schlichte, einfach gehaltene Design des Kites an sich. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht etwas altbacken, weil es nicht mit aufwendigen Drucken auf dem Tuch wie z.B. North daher kommt. Aber ich finde, dass ist auch etwas, was einen Slingshot aus macht. Passt einfach zum Image der Marke!

    [u]Die Bar[/u]
    Wie schon gesagt, die Bar ist einfach und schlicht gehalten und erfüllt ihren Zweck.
    Das aller aller beste an Slingshot generell ist die 4-Leiner-Safety. Man hängt sich hier an eine durchgeführte Frontline direkt unten am Chickenloop ein.
    Die Sache dreht wunderbar aus und beim auslösen rutscht die Bar an einer Leine nach oben. Perfekt. Sofort drucklos und das mit 4 Leinen, besser geht es meiner Meinung nach nicht!

    Das Quickrelease an sich lässt sich durch wegschieben leicht auslösen und auch schwimmend im Wasser und mit Handschuhen wieder einfach zusammenbauen. (Habe ich unfreiwillig ausprobiert).
    Eine kleine Wulst am oberen Ende wäre aber wünschenswert, damit man beim auslösen, vor allem mit Handschuhen nicht abrutscht.

    Der Adjuster ist auch unten am Chickenloop, direkt neben dem Quickrelease. Ich bin kein Freund davon, weil die Teile meiner Meinung nach einfach nicht so einfach zu bedienen sind. Wenn man Druck aus dem Kite nimmt kann man den Adjuster zwar relativ einfach ziehen, aber sonst eben nicht.
    Man muss dem Rally aber zu gute halten, dass man den Adjuster eigentlich gar nicht braucht, außer man will in Highendregionen vorstoßen in denen es eh ratsam wäre auf eine kleinere Größe zu wechseln.

    [u]Die Flugeigenschaften[/u]
    Wie schon erwähnt braucht man den Adjuster eigentlich nicht, der Kite steckt Böen relativ gut weg und steht in jeder Situation, auch bei kaum Spannung in den Leinen, stabil am Himmel.

    Im Vergleich zum 2011er Slingshot Rally ist das Modell 2013 (2012 bin ich nicht geflogen) auch “ruhiger” geworden. Er dreht sanfter ist nicht mehr ganz so schnell und sollte sich somit für alle Könnerstufen eignen.
    Die Haltekräfte sind angenehm, man weiß immer wo der Kite steht und es tun einem die Finger nicht weh!
    Steuerbefehle werden direkt umgesetzt, dadurch, dass der Kite aber “sanfter” geworden ist besteht nicht die Gefahr sofort zu verreisen.
    Kann ich jetzt schlecht beschreiben, aber ich bin zwischendurch mal Jasmins Evo 09 geflogen und der war im Vergleich echt indirekt... obwohl ich das vorher noch nie so empfunden hatte.

    Absoluter Höhepunkt des Kites ist im wahrsten Sinne des Wortes das Springen. Das Timing für den richtigen Absprungzeitpunkt findet sich recht einfach und wenn man dann das Wasser verlassen hat spielt der Rally seine Stärken aus. Hoch, weit und lang! Wer auf Hangtime steht sollte den Rally 2013 unbedingt probieren.
    Es ist total einfach mit diesem Kite große Sätze zu machen und lange zu segeln. Für mich eines der herausragendsten Features überhaupt!

    Vom Hörensagen weiß man ja, dass der Rally ein gutes Lowend hat. Aber stimmt es wirklich?
    Ja, es stimmt!
    Der 12er geht noch wenn 13.5er oder 14er anderer Marken schon die Puste aus geht. Das Highend kann man durch recht weites ziehen am Adjuster recht weit nach oben schieben, aber wie schon erwähnt ist das Wechseln auf eine kleinere Größe natürlich besser. Aber wenns sein muss kann man auch bei ordentlich Wind mit dem Kite noch draußen bleiben. Auch hier kann man oft schon was kleineres nehmen wenn andere noch die größeren Kites fliegen.
    Mir kam es so vor als wär ich mit dem 12er teilweise schon volle Kanone angeblasen, eigentlich schon überpowert, während andere mit ihren 12er und großem Brett noch normal fahren konnten.
    Gut, ich kenn die ganzen Konstellationen der “anderen” nicht. Aber wie gesagt, gutes Lowend, dadruch vielleicht etwas früher am oberen Ende, was sich aber mit Einsatz des Adjuster noch verschieben lässt.
    Gewöhnungsbedürftig fand ich, dass der Rally recht schnell relativ große Radien fliegt wenn man nicht voll anpowert. Ich weiß, andere Kites machen das auch, aber mir ist das noch nie so aufgefallen wie eben beim Rally.
    Zieht man die Bar nicht voll an muss man die Bar wirklich deutlich mehr einschlagen um zu loopen. Wie gesagt, das ist eben Gewöhnungssache, aus diesem Grund lag der Kite bei mir öfters im Wasser.

    [u]Relaunch[/u]
    Thema im Wasser liegen....
    ...gar kein Problem. Bar wegschieben, einschlagen, kurz warten und der Rally steht wieder am Himmel. Das Funktioniert auch noch bei relativ wenig Wind ziemlich gut.

    Den Slingshot Rally 2013 gibt es in den Größe 4 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 12 / 14 m²

    Und kann bei [URL=http://www.kitesurfshop24.com/slingshot-rally-2013.html]kitesurfshop24.com[/URL] bestellt werden. Von dort waren auch meine Kites. Danke dafür!
    docarzt
  • 9. Oct 2012 - 21:16 Uhr  
    Das nenne ich Nahrung für die Augen. Shit was ich noch alles testen möchte
    klimi
  • 9. Oct 2012 - 23:20 Uhr  
    Wärst du mit nach DK gekommen, hättest du das Testen des Rally schon hinter dir :-)
    docarzt
  • 10. Oct 2012 - 06:05 Uhr  
    Toller Bericht:-D:-D
    stefan ochs
  • 10. Oct 2012 - 07:24 Uhr  
    Wäre ich nach dk gefahren, hätte ich nicht mein hintern bräunen können 8-D
    klimi
  • 10. Oct 2012 - 10:16 Uhr  
    Ist ganz einfach Marc. Den Wind, den wir hatten, der war einfach nicht so doll. ich bin mit meinem Zwölfer auch gut angeblasen gewesen, doch dann war der Wind wieder weg. Andere haben sich nen kurzes Brett genommen und haben dann ausversehen nen Downwinder gemacht. Weil der Wind eben nicht konstant war.
    Ich weiss, dass ich mit meinem Zwölfer bei 11 - 12 Knoten mit der Door fahren kann und auch bis knapp 20 Knoten heran. dazu lag das kurze Brett auch noch da, das man schnell umsteigen kann. Also ist das mit dem lowend und highend immer so eine Sache. reines Empfinden.

    nem wir mal den Turbine zum Vergleich. ist ja eigentlich ein abgespeckter Ralley. Ja, du bist noch gefahren, wo andere nichts mehr machen konnten. Aber 1 - 2 Knoten mehr und ich war mit dem uralt Rhino aus 2006 auch am gleiten. Ich fand den Ralley jetzt nicht so schlecht, aber auch nicht als "den ultimativen" Kite.

    Wie du schon sagst, das QR ist nicht so doll. Bei Edelstahl sollte sich auch keinen Rost bilden. ( Turbine- bar). das Zusammenbauen ist bei anderen Systemen einfacher. Auch mit Handschuhen. Die saftey ist schon hervorragend. Da können andere sich was von abschneiden.

    Zur Verarbeitung sag ich nichts, da kenn ich mich nicht so aus und dies zeigt auch nur ein Langzeittest.
    [quote] Aber wenns sein muss kann man auch bei ordentlich Wind mit dem Kite noch draußen bleiben. Auch hier kann man oft schon was kleineres nehmen wenn andere noch die größeren Kites fliegen.
    Mir kam es so vor als wär ich mit dem 12er teilweise schon volle Kanone angeblasen, eigentlich schon überpowert, während andere mit ihren 12er und großem Brett noch normal fahren konnten.
    Gut, ich kenn die ganzen Konstellationen der “anderen” nicht.

    [/quote]
    hoppel