Ich hab ja lange darüber geredet, dass mich die Ultraflat-Kites interessieren... jetzt hab ich endlich einen.
Es ist ein Fluid Kiteboarding Torque in 15m und nach etwas längerer Wartezeit wegen zu viel Wind konnte ich das Ding nun endlich fliegen.
Als aller erstes fällt auf, dass der Kite extreeem langsam ist. Davor wurde ich aber gewarnt, mir gings nur um das absolute Lowend, alles andere war mir erst mal egal.
Nach den ersten Fahrversuchen bin ich mir aber ehrlich gesagt nimmer so sicher ob absolutes Lowend wirklich soo wichtig ist. Ja, die Lahmarschigkeit des Geräts hat mich richtig erschrocken und ich hatte wirklich mühe mich darauf einzustellen. So hab ich z.B. nie den richtigen Punkt gefunden um mit Kiteunterstützung abzuspringen... aber das ist ganz klar Gewöhnungssache. Positiv... wenn man in der Luft ist kommt man so schnell nimmer runter. Hangtime also bombastisch.
Für loaded und ganz spezuiell unhooked Sachen ist der Kite sicher super, da er sich kaum bewegt egal was man mit der Bar macht... das werden wohl auch die Sachen sein, die ich mit dem kite üben werden.
Das ganze soll jetzt nicht negativ klingen, ich wurde davor gewarnt, dass der Kite extreeem langsam ist und so ist es jetzt auch gekommen. Das Lowend konnt ich nicht testen. Ich war zwischen 9 und 11 Knoten mit der 159er Door unterwegs und hatte keine Schwierigkeiten Höhe raus zu fahren. Da geht nach unten hin sicher noch etwas mehr... allerdings muss man um Höhe rausfahren zu können erst mal ins fahren kommen und das ist gar nicht so einfach. Hier schlägt wieder die Lahmarschigkeit zu. Das Ding ist so langsam, dass man oft schon abgesoffen ist bevor man den Kite überhaupt richtig stellen konnte. Deshalb auch die Door.
Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall der Relaunch. Selbst bei so wenig Wind ist der Omnibus (wie ich das Ding in der Zwischenzeit nenne) ganz einfach gestartet.
Dazu sind an den Backlines jeweils extra eine Kugel angebracht, zieht man daran dreht sich der Kite auf die Seite und startet fast wie von selbst.
Zur Depower kann ich nichts sagen, war bei dem wenigen Wind nicht nötig ;) Allerdings hat die Bar einen sau langen Depowerweg... eigentlich zu lang. Der Adjuster befindet sich allerdings unterhalb der Bar, so das man immer ran kommt (auch wenn ich das nicht mag). Außerdem ist ein frei verschiebbarer Stopperball montiert, den stellt man natürlich so ein, dass man die Bar immer noch greifen kann.
Positiv ist auch die Stabilität in der Luft. Steht wie eine Eins... trotz des wenigen Winds. Wobei es noch viel zu viel Wind war um das richtig zu beurteilen... noch ein Bisschen weniger und die Spreu trennt sich vom Weizen... also abwarten, wird alles noch probiert :)
Erstes kleines Fazit:
Brauchen tut man den Kite nicht wirklich, ganz klar macht ein kleinerer Kite deutlich mehr Spaß. Und mit den entsprechenden Boards (Door oder gar einem Raceboard) hat man auch ein bombastisches Lowend.
Bei mir wird der Kite deshalb wohl die meiste Zeit eingepackt bleiben und nur dann zum vorschein kommen wenn nix anderes mehr geht.
Interessant wäre natürlich jetzt zu wissen wie sich die kleinere Größen verhalten. Ich guck mal was sich da machen lässt.
Mehr Infos zu Ultraflat Kites:
http://www.inflatablekite.com/sitebow/Ultraflatgb.php